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Gürteltiere

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Gürteltiere Artikel

Gürteltiere
Gürteltiere Beschreibung

Neunbinden-Gürteltier (Dasypus novemcinctus)

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Nebengelenktiere (Xenarthra)
Ordnung: Gürteltiere (Cingulata)
Familie: Gürteltiere (Dasypodidae)
Tribus
  • Weichgürteltiere (Dasypodini)
  • Borstengürteltiere und Gürtelmulle (Euphractini)
  • Riesen- und Nacktschwanzgürteltiere (Priodontini)
  • Kugelgürteltiere (Tolypeutini)


Die Gürteltiere (Dasypodidae) bilden eine urtümliche Säugetierfamilie der Nebengelenktiere (Xenarthra), die vor etwa 50 Mio. Jahren entstand. Heute existieren noch 20 Arten. Die nächsten Verwandten sind die Ameisenbären und Faultiere.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Bis ans Ende aller Tage. Einfach Wahnsinn!!! Ich habe das Buch noch nicht ganz zu Ende gelesen. Aber ich muß trotzdem schon meine Rezension schreiben. Das Buch ist einfach Wahnsinn. Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Autorin schreibt mal in der Gegenwart und mal in der Vergangenheit. Aber das ist überhaupt nicht...

Lebensraum

Das Vorkommen der meisten Arten ist beschränkt auf Steppen und Wälder in Brasilien, Bolivien, Paraguay und Argentinien. Darüber hinaus bewohnt z.B. die bekannteste Art, das Neunbinden-Gürteltier (Dasypus novemcinctus), fast ganz Süd- und Mittelamerika bis zur südlichen Vereinigte Staaten Amerika.

Buch-Tipp: Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild Unverzichtbar!!! Die Botanica ist ein Buch, auf das ich auf keinen Fall mehr verzichten will. Es gibt kaum eine Pflanze, die ich dort noch nicht gefunden habe, meist sogar mit Bild. Ich habe mein Exemplar schon seit Jahren (mit vollständigem Register) und nehme es stets wieder zur Hand, wenn ich etwas von einer mir unbekannten Pflanze lese oder...

Körperbau

Der spanische Name der Gürteltiere Armadillos bedeutet "Die Gepanzerten". Dieser Panzer , der fast die gesamte Körperoberfläche der Tiere bedeckt, besteht aus Horn- und Knochenplatten, die in der Haut gebildet werden. An Vorder- und Hinterleib sind sie häufig zu starren Rückenschilden verwachsen, dazwischen bilden sie zur Bauchseite offene, querverlaufende Ringe, die nennenden Gürtel. Verbindungen mit überlappenden Hautfalten gewährleisten eine erstaunliche Flexibilität.

Der Kopf - auf der Oberseite ebenfalls mit Schildplatten besetzt - hat eine schmale, spitz zulaufende Form, die Ohren stehen mausartig nach oben ab, die Augen sind sehr klein. Bei einigen Arten ist die Schnauze röhrenartig verlängert. Die kurzen Beine haben starke Krallen , der spitze Schwanz ist von Knochenringen umgeben.

Die Größe der Arten variiert von dem 15cm langen, 100g schweren Gürtelmull (Chlamyphorus truncatus) bis zu dem 60 kg schweren Riesengürteltier (Priodontes giganteus), das ohne Schwanz eine Länge von 1 m erreicht. Die ausgestorbene Gattung Glyptodon erreichte dagegen die Größe heutiger Nashörner.

Buch-Tipp: Das Buch der fünf Ringe Der Geist der Leere Nirgends fand ich den Geist der Leere, der für jeden Buddhisten und jeden Kampfsportler unerlässlich ist, so gut beschrieben wie hier. Indem man die Dinge erkennt, die existieren, kann man die erkennen, die nicht existieren. Für Kampfsportler gilt: Indem man alles ausprobiert, was es auszuprobieren gibt und alle eigenen Fähigkeiten...

Lebensweise

Die meisten Gürteltiere sind nachtaktive Einzelgänger. Mit ihrer langen, klebrigen Zunge und den kleinen, schwachen Zähnen sind sie auf Nahrung in Form von Insekten und anderen Wirbellosen spezialisiert. Größere Arten fressen auch kleine Wirbeltiere wie Eidechsen und Mäuse, seltener Aas und Pflanzenkost. Der bestens entwickelte Geruchssinn spürt die Beute bis zu 20 cm tief in dem Erdboden auf, die daraufhin ausgegraben wird. Dabei sind die Tiere in der Lage, bis zu sechs Minuten lang die Luft anzuhalten, um die Atemwege freizuhalten.

Das Riesengürteltier hält mit über 15 cm den Rekord der größten Krallen in dem ganzen Tierreich. Damit reißt es mühelos Termitenhügel auf und gräbt sich sogar durch Beton.

Trotz des plumpen und scheinbar starren Körperbaus können sich Gürteltiere erstaunlich flink fortbewegen. Einige sind sogar gute Schwimmer, wobei sie vorher Luft in Magen und Darm schlucken, damit sie in ihrer Rüstung nicht untergehen. Zu dem Schlafen graben sie sich in dem Boden ein.

Bei Gefahr in dem Freien ziehen sich die Gürteltiere blitzschnell zusammen. Arten wie das Braunborsten-Gürteltier (Chaetophractus villosus) pressen sich dabei fest an den Boden, so dass ca. die Panzerung attackiert werden kann. Die meisten anderen bilden so rundum geschützte Kugeln. Vor allem bei den Kugelgürteltieren (Tolypeutes) ist der Panzer dabei so lückenlos verzahnt und der Muskelschluss so fest, dass kein Fressfeind, ausgenommen der Jaguar, diese Schale knacken könnte. Werden sie dagegen in ihrer gegrabenen Höhle angegriffen, spreizen einige Arten ihre Knochenplatten ab und verankern sich so fest in dem Erdboden. Die Krallen lassen sich dabei gut zur Verteidigung einsetzten.

Buch-Tipp: Das Silmarillion (Hobbit Presse) superkalifragilistiscexpialigetisch! Das Wort Superkali. . . hab ich zwar wahrscheinlich falsch geschrieben, aber wuarscht. Also das Buch ist sagenhaft toll; bin ganz furchtbar empört darüber, dass es Leute gibt, die das Buch "grauenhaft" finden. Mir hat das Silmarillion sehr gut gefallen, kann es ca. weiterempfehlen. Kleiner Tipp: Man sollte...

Fortpflanzung

Einige Gürteltier-Weibchen können den männlichen Samen bis zu zwei Jahren in dem Körper aufbewahren, bevor eine Befruchtung eintritt. So werden in ungünstigen Zeiten keine chancenlosen Nachkommen hervorgebracht. Nach einer Tragzeit von bis zu vier Monaten bringen Gürteltiere ihre Jungen in ihren Höhlen zur Welt. Beim Neunbinden-Gürteltier sind es ausschließlich eineiige Vierlinge, was einzigartig in dem Tierreich ist. Die Jungen haben anfangs noch eine weiche, ledrige Haut und werden ca. wenige Wochen gesäugt.

Buch-Tipp: Dem inneren Kind begegnen. Hör-CD mit ressourcenorientierten Übungen unendlich hilfreich Neue hilfreiche, heilsame und bereichernde Bilder in sich selber über sich selber und seine Kindheit entwickeln, damit lässt es sich wohl am besten zusammenfassen. Diese Reise besteht aus elf eigentlich relativ kurzen Übungen, die sehr einfach nachzuvollziehen sind. Ich fühl mich wie ein verdorrter Kaktus, der gierig Wasser...

Verhältnis zu dem Menschen

In Südamerika werden Gürteltiere häufig wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches gejagt, was neben der Lebensraumvernichtung durch den Menschen bei einigen Arten bereits zur bedrohlichen Dezimierung geführt hat. Dagegen vermehrt sich z.B. Das Neunbinden-Gürteltier beständig und breitet sich weiter nach Nordamerika aus. Mancherorts werden die Tiere zur Schädlingsbekämpfung angesiedelt oder als Haustiere gehalten. Die Panzer der toten Tiere werden gern als skurrile Körbe an Touristen verkauft.

Wegen ihrer ungewöhnlich niedrigen Körpertemperatur sind die Gürteltiere die einzig Tiergruppe, die das Bakterium der Leprakrankheit in sich tragen kann. Das macht sie unverzichtbar bei der Erforschung von Impfstoffen.

Buch-Tipp: Der neue Kosmos - Vogelführer. Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens (Kosmos-Naturführer) sehr empfehlemswert Von allen Bestimmungsbüchern über Vögel, die ich besitze, oder mir angeschaut habe, ist dieses das Beste, hauptsächlich weil es das umfassendste ist. "Alle Arten Europas" meint auch wirklich alle, dazu reicht die kleine Karte , in der das Verbreitungsgebiet jeder Art farblich gekennzeichnet ist zusätzlich noch bis in den Norden...

Systematik

Die 20 Arten der Gürteltiere nach der Einteilung von McKenna & Bell, 1997:

Tribus: Weichgürteltiere (Dasypodini)

  • Gattung: Weichgürteltiere (Dasypus)
    • Art: Kappler-Weichgürteltier (Dasypus kappleri)
    • Art: Neunbinden-Gürteltier (Dasypus novemcinctus)
    • Art: Pelzgürteltier (Dasypus pilosus)
    • Art: Siebenbinden-Gürteltier (Dasypus septemcinctus)
    • Art: Dasypus hybridus
    • Art: Dasypus sabanicola

Tribus: Borstengürteltiere und Gürtelmulle (Euphractini)

  • Gattung: Gürtelmulle (Chlamyphorus)
    • Art: Gürtelmull (Chlamyphorus truncatus)
    • Art: Burmeister-Gürtelmull (Chlamyphorus retusus)
  • Gattung: Zaedyus
    • Art: Zwerggürteltier (Zaedyus pichiy)
  • Gattung: Euphractus
    • Art: Euphractus sexcinctus Weißborsten-Gürteltier
  • Gattung: Chaetophractus
    • Art: Braunborsten-Gürteltier (Chaetophractus villosus)
    • Art: Chaetophractus nationi
    • Art: Chaetophractus vellerosus

Tribus: Riesen- und Nacktschwanzgürteltiere (Priodontini)

  • Gattung: Nacktschwanzgürteltiere (Cabassous)
    • Art: Kleines Nacktschwanzgürteltier (Cabassous chacoensis)
    • Art: Cabassous tatouay
    • Art: Cabassous centralis
    • Art: Großes Nacktschwanzgürteltier (Cabassous unicinctus)
  • Gattung: Priodontes
    • Art: Riesengürteltier (Priodontes giganteus)

Tribus: Kugelgürteltiere (Tolypeutini)

  • Gattung: Kugelgürteltiere (Tolypeutes)
    • Art: Kugelgürteltier (Tolypeutes matacus)
    • Art: Dreibinden-Kugelgürteltier (Tolypeutes tricinctus)


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